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ULA erneut weiter nach Penalties

05.09.09: Herren NLB vs. UHC Sarganserland, NLB 6:5 (3:1,1:1,1:3) n.P.

Wie bereits im ersten Cupeinsatz gegen Unihockey Luzern musste das Fanionteam von ULA auch beim zweiten Versuch, diesmal gegen den Ligakonkurrenten aus Sargans, die Verlängerung und das Penaltyschiessen abwarten, ehe der zweite knappe Cuperfolg bejubelt werden konnte.

Vorschau



Bericht

Beide Teams starteten eher zurückhaltend in die Partie, musste doch im Duell der beiden NLB-Vertretern der Gegner der bevorstehenden Spielzeit beschnuppert werden. Es waren die Gastgeber, die das Heft zuerst in die Hand nahmen und mit einem schnellen Kontervorstoss in Front gehen konnten. ULA brauchte nach dem Kaltstart einige Minuten, bis die ersten Akzente gesetzt werden konnten. Dies gelang dafür mit Nachdruck: Nachdem Andreas Ramseier in der 15. Minute nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor zum Ausgleich einschoss, konnte Ueli Reinmann nur gerade 34 Sekunden später sogar zum 1:2 für die Gäste einschiessen. Doch damit hatte der Altmeister nicht genug, spannte in der 19. Minute seinen Bogen noch einmal und erhöhnte mit einem plazierten Hocheckschuss noch vor der ersten Drittelspause auf 1:3 für ULA.

Doch wer dachte, der dritte Treffer der Oberaargauer sei eine kleine Vorentscheidung, sah sich rasch getäuscht. Auch im zweiten Spielabschnitt war Sarganserland der erwartet hartnäckige Gegner, welcher sich oft schnell und auf einfache Weise in gefährliche Abschlusspositionen bringen konnte. Genau diese Einfachheit fehlte manchmal in den Reihen der ULAner, sodass bis zur Spielhälfte keine Resultatänderungen zu vermelden waren.

Vorsprung wieder nicht verwaltet

Trotzdem hatte ULA zu dieser Zeit das Spiel mehr oder weniger im Griff und konnte in der 33. Minute sogar mit 4:1 davon ziehen. Wieder hatte Bogenschütze Reinmann seinen Stock im Spiel. Nun jedoch als Vorbereiter agierend bediente er mit einem schnellen Direktpass Reto Tarnuzzer, welcher mit einem sehenswerten Dribbling den Sarganser Schlussmann ins Leere greifen liess. Doch die Freude über den klaren Vorsprung währte nur von kurzer Dauer, agierte doch die ULA-Defensive in der Folge bereits nicht mehr so konsequent. Prompt kam das Heimteam wieder mehr auf und erzielte keine ganze Zeigerumdrehung später das 2:4. Bei diesem Resultat blieb es bis zur zweiten Drittelspause, wobei sich ULA einige Male beim Torhüter Kohler bedanken konnte, welcher seine Farben mit einigen Big Saves mit zwei Längen in Front hielt.

Auch zu Beginn des letzten Abschnittes drückte der UHC Sarganserland vehement auf den Anschlusstreffer, welcher aber mit dem wieder gesteigerten Einsatz der Gäste verhindert werden konnte. Es kam sogar noch besser: Reto Schnidrig gelang mit einem Distanzschuss durch Freund und Feind sogar das 2:5. Doch dieser Treffer hatte im wahrsten Sinne des Wortes eine beruhigende Wirkung auf die Berner. In der Folge schienen sie bereits einen Gang zurückzuschalten, was im Gegenzug zur Folge hatte, dass sich das Heimteam immer bessere Chancen erarbeiten konnte. Und tatsächlich liess sich ULA die Butter beinahe wieder vom Brot nehmen: Nachdem man dem beim Forechecking erfolgreichen Gegner vor dem 3:5 viel zuviel Platz gewährte, mussten die Gäste kurz vor Schluss den Ausgleich mittels Doppelschlag hinnehmen. Wieder gab ULA eine klare Führung Preis und wieder hiess die „Strafe“ dafür Verlängerung. Da es aber in dieser bei beiden Teams vor allem darum ging, ein weiteres Gegentor zu vermeiden, musste das Penaltyschiessen um den Einzug in den 1/8-Final des Swiss Mobiliar Cups entscheiden. Da in diesem die Akteure Schnidrig, Reinmann und Tarnuzzer souverän reüssierten und Schlussmann Kohler alle drei gegnerischen Versuche parieren konnte, durfte ULA schliesslich doch noch jubeln.

Fazit:

Wechselbad der Gefühle: Wieder erarbeitete man sich einen eigentlich beruhigenden Vorsprung und wieder schaffte man es nicht, diesen auch sicher über die Runden zu retten. Allerdings gelang es ULA zum zweiten Mal, die Ruhe zu bewahren und die Partie im Penaltyschiessen doch noch für sich zu entscheiden. Doch allen ist klar: Spätestens bei Meisterschaftsbeginn in zwei Wochen werden solche Leistungen zum Siegen normalerweise nicht mehr reichen. Wie alle wissen, gibt es nämlich in Meisterschaftsspielen keine Penaltyentscheidungen.

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Resultat

6:5 (3:1,1:1,1:3) n.P.

Aufstellung

ULA: Kohler J. (Schönbucher), Bütikofer, Sollberger, Plüss, Uhlmann, Schneeberger, Fürst, Roth, Von Arx, Leuenberger, Künzi, Kohler A., Mom, Gygax, Schnidrig, Hänggi, Ramseier, Tarnuzzer, Reinmann.

Sarganserland: Adrian Altherr, Ackermann, Britt, Müller, Giger, Emanuel Furger, Kohler, De-Coi, Samuel Altherr, Sauter, Scherrer, Gross, Guidon, Sturzenegger, Brunner, Spirig, Tschitky, Arambasic, Vetsch, Remo Furger. Bemerkungen: 53. Time-out ULA, 58. Time-out Sarganserland.

Tore

RSA Sportzentrum Sargans. – 100 Zuschauer. – SR: Elmer/Schellenberg. – Tore: 5. Furger (Spirig) 1:0. 14.04. Ramseier (Mom) 1:1. 14.38. Reinmann (Leuenberger) 1:2. 19. Reinmann 1:3. 33. Tarnuzzer (Reinmann) 1:4. 34. S. Altherr 2:4. 45. Schnidrig (Uhlmann) 2:5. 51. Kohler (Müller) 3:5. 58. Sauter (Britt) 4:5. 59. S. Altherr (Britt) – Penalties: ULA treffen alle 3 (Schnidrig, Reinmann, Tarnuzzer), Sarganserland verschiesst alle.

Strafen

3mal 2 Minuten gegen Sarganserland; 2mal 2 Minuten gegen ULA.

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