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Die Teufel nicht schadlos vertrieben

27.09.09: Herren NLB vs. RD March-Höfe Altendorf 5:6 (1:0,4:3,0:2) n.V.

Schon vor dem Spiel wussten die ULAner, dass ihnen gegen die Red Devils March-Höfe Altendorf ein heisser Tanz und vor allem viel Arbeit bevorstand. Den gefährlichen Kontern des Aufsteigers konnte die ULA-Truppe in den entscheidenden Momenten nicht standhalten, sodass nach langzeitiger Führung nach der verlorenen Verlängerung nur ein Punkt für ULA resultierte.

Vorschau



Bericht

Der Start in das Duell der beiden Tabellennachbarn bot gerade einmal Schlafwagenunihockey vom Feinsten. Die vorsichtig abwartenden Gäste verliessen sich auf ihre defensive Stabilität, womit sie die Angriffsbemühungen der ULAner immer wieder im Keime ersticken lassen konnten. So waren in den ersten zehn Minuten gerade einmal zwei Torschüsse der Hausherren zu bewundern, da die roten Teufel bei ihren wenigen, aber eigentlich gefährlichen, Abschlussversuchen dem Heimteam die Hölle noch nicht richtig heiss machen konnten.

ULA hingegen schaffte es während dem ganzen ersten Drittel nicht, die notwendige Bewegung aufkommen zu lassen, um den Aufsteiger wirklich in Verlegenheit zu bringen. Erst als das Heimteam zum ersten Mal eine schnelle und direkte Ballstafette über mehrere Stationen gelang, konnte der technische Vorteil auf der Seite von ULA doch noch ausgespielt werden: Benjamin Sollberger hatte keine Mühe, das geschickte Zuspiel von Philemon Plüss mit einem satten Hocheckschuss zum Pausenstand von 1:0 zu verwerten. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts mutete dann die Partie schon etwas engagierter an – von Beginn weg ergaben sich Chancen, welche aber von den Gästen vorerst immer noch grosszügig ausgelassen wurden, aber in der 26. Minute dann doch erstmals von Erfolg gekrönt waren. Doch ULA war in um eine schnelle Antwort nicht verlegen, sodass Fleischmütze Tarnuzzer, wiederum nach einer mustergültig vorgetragenen Ballstafette, keine Zeigerumdrehung später zum 2:1 einschiessen konnte. Als dann zur Spielhälfte Reto Gygax mit einem Drehschuss sogar auf 3:1 für die Hausherren einschoss, spitzten die Red Devils die bis anhin ziemlich stumpfen Hörner merklich an.

Verhängnisvolle Konzentrationsfehler

Dazu gesellte sich teilweise eine unerklärliche Genügsamkeit in der Defensive – anders sind die beiden Gegentore zum 3:3 nicht zu erklären, zumal beide Male nach, zugegebenermassen glücklichen Hereingaben, ein gegnerischer Stürmer vergessen ging und dankend zum Ausgleich einschoss. Ärgerlich, da die Oberaargauer just in dieser Phase das Spiel eigentlich besser denn je im Griff gehabt hätten. Längst stand der Höllenritt mittlerweile auf des Messers Schneide, sprich auf des Teufels Dreizack – der erwartete Kampf um Biegen und Brechen wurde Tatsache. Da kam die einzeige Strafe des fairen Spiels für ULA gerade gelegen: So gelang es ULA-Kapitän Schnidrig, in der dezimierten Abwehr der Gäste eine Lücke zu finden und zum 4:3 einzuschiessen. Mit dem Schwung der erneuten Führung spielte ULA weiter vorwärts und konnte sogar den unmittelbaren Doppelschlag landen: Nach einem schnellen Torhüterauswurf überwand der alte Dachs Künzi sämtliche Gesetze der hiesigen Gravitationskraft, hielt seinen Körper waagrecht in der Luft und konnte so den Ball gerade noch über den gegnerischen Torhüter spitzeln.

Doch die Vorentscheidung konnte auch mit diesem erneuten Zweitorevorsprung nicht herbeigeführt werden. Die Devils gaben nämlich im letzten Spielabschnitt nicht auf stiessen mit ihren Hörnern doch noch genügend Löcher auf, um noch in der regulären Spielzeit den Ausgleich zu erzielen.

Und in der Verlängerung holten die Gäste dann definitv zum Todesstoss aus: Nachdem die ULAner die Verlängerung mehrheitlich, aber eben ohne Erfolg, dominierten, setzten die roten Teufel mit einem plazierten Abschluss, der Verlängerung und somit der ganzen Partie ein Ende, das vor allem die ULAner zu einer höllischen Weissglut getrieben hat.

Fazit:

Dass es nicht klappte, die Teufel nach spannendem, aber nicht hochstehendem Klingenkreuzen aus dem Kreuzfeld zu vertreiben, lag zum einen sicherlich an der fehlenden Laufbereitschaft, zum anderen aber an Konzentrationsmängeln in den dümmsten Situationen. So brachte sich ULA unglücklicherweise selber um die Früchte einer eigentlich eingeplanten Ernte.

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Resultat

5:6 (1:0,4:3,0:2) n.V.

Aufstellung

ULA: Kohler Janek (Schönbucher); Sollberger, Gygax, Kohler Andreas, Lehmann, Schnidrig, Uhlmann, Hänggi, Büttikofer, Fürst, Plüss, Ramseier, Roth, von Arx, Tarnuzzer, Leuenberger, Künzi, Mom, Reinmann.

Red Devils: Locher (Mäder); Faganini Silvan, Züger, Keller, Beeler, Burlet, Huber, von Wartburg Mark, von Wartburg Oliver, Schmucki, Molinari, Schwyter, Odermatt, Buser Thomas, Faganini Florin, Hess, Buser Andreas, Rüttimann

Tore

Dreifachturnhalle Kreuzfeld, Langenthal. – 120 Zuschauer. – SR: Streule/Zähnler. – Tore: 16. Sollberger (Plüss) 1:0. 26. Tarnuzzer (Leuenberger) 2:0. 29. Odermatt (O. von Wartburg) 2:1. 32. Gygax (Künzi) 3:1. 33. O. von Wartburg (Odermatt) 3:2. 37. Hess (Säuberli) 3:3. 39. (38:14) Schnidrig (Reinmann; Ausschluss Red Devils) 4:3. 39. (38:56) Künzi (J. Kohler) 5:3. 46. Eigentor 5:4. 48. M. von Wartburg 5:5. 65. Fagagnini (Odermatt) 5:6.

Strafen

keine Strafen gegen Unihockey Langenthal Aarwangen. 1mal 2 Minuten gegen RD March-Höfe Altendorf.

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