ULA | Unihockey Langenthal Aarwangen
Mi. 8.09.2010

Häppi Börsdei
08.09.10: Daniel Sollberger
08.09.10: Jannis Morgenthaler
08.09.10: Christoffer Svanemar
09.09.10: Philipp Salm
09.09.10: Pascal Petermann

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Erfolgreicher erster Teil der Vorbereitung

08.09.09: Bericht von Michael Staempfli

Mit dem Universal Sport Cup in Utzenstorf haben wir unsere erste intensive Vorbereitungszeit abgeschlossen. Obwohl sich die Spieler allesamt bereits aus früheren Jahren kannten, stand dieser Abschnitt unter dem Motto des „sich findens“. Noch selten fanden sich Spieler bei den D Blau zusammen, die so unterschiedliche Stärken mitbrachten. Die Spieler nun mit ihren Stärken zusammen zu bringen, damit die einzelnen Räder des Teams ineinander greifen, dies war die Herausforderung zu Beginn dieser Saison.

Bericht

Gleich nach den Sommerferien stand das Trainingsweekend in Langenthal auf dem Programm. Neben sportlichen Inhalten legten wir auch viel Wert auf das soziale Erlebnis. So durften alle an den Graffitis mitwirken, die nun bereits einige Male in der Kreuzfeldhalle aufgehängt wurden. Obwohl jeder nur ein Stück zum fertigen Bild beitrug, war das Resultat aller zusammen herausragend. Wichtig war auch das kräftezehrende Spiel gegen die Juniorinnen B, die uns eine verdiente Niederlage zufügten. Obwohl alle ihr Bestes gaben, reichte unsere Teamleistung einfach noch nicht aus. In der Unihockey-Fachsprache hätte man von einem „Ich und der Ball“ gesprochen. Die Mitspieler wurden noch kaum gefunden.

Drei Wochen später stand der ULA Cup auf dem Programm. An unserem Heimturnier wollten wir unbedingt gut abschneiden. Ohne grosse Ahnung wo wir stehen, wir hatten bisher nur gegen ältere Teams getestet, starteten wir gegen die White Indians Inwil-Baar. Da Stampf vergessen hatte, die Dresses und die Waschmaschine einander bekannt zu machen, spielten wir in den alten Leibchen der Juniorinnen C. Die Mädchen mögen es uns verzeihen. Die Indianer waren keine grosse Hürde. Trotz mässigem Spiel mit vielen Einzelaktionen setzten wir uns klar mit 10:3 durch. Im zweiten Spiel wartete mit den Astros aus Rotkreuz ein erster Gradmesser auf uns. Insbesondere das Mädchen in der Verteidigung machte uns das Leben schwer. So stand es in der ersten Hälfte 1:1 unentschieden. Da die Astros nur mit 5 Spielern antraten, gingen ihnen aber im Verlauf der zweiten Halbzeit die Kräfte aus. Das Spiel endete am Schluss etwas zu klar mit 5:1. Egal, das war bereits die Qualifikation für die Viertelfinals. Lok Reinach, letztes Jahr Dominator bei den Junioren E, sollte unser letzter Gruppengegner sein. Endlich wurde Unihockey gespielt und nicht erzwungen. Zugegeben, die Lok liess uns etwas gar viel Platz und entgleiste zum Ende sogar. Dies resultierte in einem 13:1 Kantersieg für ULA.

Im Viertelfinal stand uns bereits der vierte unterschiedliche Kanton gegenüber. Nach Inwil (Luzern), Rotkreuz (Zug) und Reinach (Aargau) trafen wir auf Basel United. Das Spiel liess sich an wie eine zu wässrige Suppe. Es fehlte irgendwie die Würze. Ohne grossen Aufwand schien ULA das Spiel im Griff zu haben und ging auch sogleich in Führung, doch irgendwie merkte man den Spielern die Strapazen der ersten drei Spiele an. Es reichte trotzdem. Mit einem 5:1 zogen die D Blau in den Halbfinal.... und gleich weiter in den Final dachten viele, als die D Blau nach kurzer Zeit gegen Grünenmatt im Halbfinal bereits mit 1: 0 führten. Denkste! Die Emmentaler waren nicht gewillt kampflos aufzugeben und schnürten uns ein. Bis zum 2:2 konnte ULA das Spiel einigermassen ausgeglichen gestalten, doch dann setzte sich Grünenmatt ab und gewann verdient 7:3. Der Finaltraum war geplatzt. Im kleinen Final trafen wir wieder auf die Sterne aus Rotkreuz. Auch dieses Mal setzen sie uns stark zu und gingen gar 2:1 in Führung. Aber wie im ersten Spiel hatten die Himmelskörper in der zweiten Hälfte ausgeblinkt und wir gewannen mit 5:2. Stolz konnten wir den Pokal für den dritten Platz entgegen nehmen. Fazit: Toll gekämpft und zur Erkenntnis gefunden, dass wir vorne mithalten können. Aber noch drehten nicht alle Rädchen in die gleiche Richtung.

Resultate ULA Cup:

ULA : Inwil-Baar 10:3

ULA : Astros Rotkreuz 5:1

ULA : Lok Reinach 13:1

ULA : Basel United 5:1

ULA : Grünenmatt 3:7

ULA : Astros Rotkreuz 5:2

Eine Woche später wollten wir am Universal Sport Cup (USC) in Utzenstorf alles noch ein bisschen besser machen. Da sich am USC jeweils nur die Gruppenersten für die Halbfinals qualifizieren, war eine Steigerung gegenüber dem ULA Cup nötig, spielten wir doch wieder gegen Grünenmatt. Doch alles der Reihe nach: Im ersten Spiel gegen Wiler 2 hauten die D Blau bereits mächtig auf die Pauke. Wiler 2 liess uns Platz, den wir für viele schöne Spielzüge nutzten. Ganze 66 mal wurde der Abschluss gesucht, woraus immerhin 15 Tore resultierten. Mit einem 15:1 Sieg begann der USC optimal.

Im zweiten Spiel gegen den HC Weggis-Küsnacht konnten sich die D Blau spielerisch nochmals markant steigern. Leider litt darunter die Chancenauswertung ein wenig. Trotzdem konnte die Führung regelmässig ausgebaut und das Spiel mit 7:2 gewonnen werden. Wie erwartet, hatte auch Grünenmatt seine beiden Spiele gewonnen, so dass nur der Sieger aus der Direktbegegnung eine Runde weiter kommen sollte. ULA hatte nichts zu verlieren und traf bereits in der 2. Minute zum 1:0. Es entwickelte sich wieder ein kampfbetontes Spiel mit Chancen aber auch Strafen hüben wir drüben. Drei Minuten vor Ende des Spiels stand es 2:2 Unentschieden und das Spiel drohte auf die Seite der Emmentaler zu kippen. Doch mit viel Einsatz und einer sehr starken Torhüterleistung konnte das Resultat vorläufig gehalten werden. Mehr noch, Grünenmatt erhielt seine zweite Strafe, welche zum 3:2 ausgenutzt wurde. Der Gegner machte nochmals mächtig Druck, aber vernachlässigte gleichzeitig die Abwehr. Mit einem Konter zum 4:2 glückte die Revanche und die Spieler verdienten sich die ausgesetzte Belohnung in Form eines Gelati.

Im Halbfinal gegen den UHC Burgdorf mussten wir zuerst einmal den Grössenunterschied verdauen. Der Gegner spielte mit mehreren Noels. In einem zu Beginn eher bedächtigem Spiel führte ULA zur Pause mit 3:1. Gleich nach der Pause fiel das vierte Tor und einige lehnten sich bereits zurück. Doch Burgdorf hatte nun seine stärkste Phase und glich bis 6 Minuten vor Schluss wieder aus. Viele Teams wären wohl in der Folge ihrer Unsicherheit erlegen. Nicht so die D Blau. Plötzlich waren alle wieder wach und konzentriert. Innerhalb von 5 Minuten schossen die D Blau noch 5 Treffer zum 9:4 Endstand. Wer hätte das gedacht, wir standen im Finale.

Der Final des USC 2009 war der Gleiche wie derjenige der Ausgabe 2008: Wiler 1 gegen ULA Blau. Wiler gab uns gleich mal den Tarif bekannt und ging bis zur 4. Minute mit 2:0 in Front. Nichts schien auf einen Finalsieg hinzudeuten. Aus heiterem Himmel viel noch vor der Pause der 1:2 Anschlusstreffer. Dieses Tor gab uns wieder Mumm. Nach der Pause gelang den D Blau mit einem Doppelschlag die 3:2 Führung. Das Spiel wogte nun hin und her und die Stimmung in der Halle wurde lauter und lauter. Wiler glich wieder aus und ging eine Minute später erneut in Front. Drei Minuten vor Spielende und je einem weiteren Tor für beide Teams stand es 4:5 für die „Grünen“. Die Zeit wurde knapp, knapper und rann am Schluss davon. Sämtliche Forechecking-Anweisungen und Zurufe zum Torhüter (zwecks Wechsel mit einem 4. Feldspieler) gingen im Lärm der Zuschauer unter. So glückte Wiler die Revanche für das letzte Jahr und gewann den USC 2009. Solche Spiele wie dieses sind der Grund weshalb man Trainer wird. Einfach einzigartig und absolut nervenaufreibend!

Die D Blau können stolz auf ihre Leistung sein. Die Fortschritte gegenüber dem ULA Cup waren eklatant. Positiv ist auch die Ausgeglichenheit des Teams zu werten. Sämtliche Linien scorten regelmässig und beide Torhüter zeigten starke Leistungen. Wir blicken nun auf eine spannende Saison mit einigen starken Gegnern. Können wir das Niveau im Training hoch halten, werden wir sicher ein Wörtchen um den Gruppensieg mitreden können. Schwierig wird es aber sowieso... und das ist auch gut so.

Resultate USC:

ULA : Wiler 2 15:1

ULA : HC Weggis-Küsnacht: 7:2

ULA : Grünenmatt 4:2

ULA : UHC Burgdorf 9:4

ULA : Wiler 1 4:5



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